Der  Seminarraum  als  STrohballenbau  in Jurtenform

Teil des Ganzen sein

Das Crowdfunding ist abgeschlossen. Wir danken allen Spendern von ganzem Herzen. Eure Dankeschöns gehen in den nächsten Wochen auf die Reise.

Wenn ihr unser Projekt unterstützen möchtet, habt ihr trotzdem weiterhin die Möglichkeit.

Unser Vorhaben

Der neue Seminarraum soll ein rundes Strohballenhaus werden. Der Bauantrag ist genehmigt. Für den Bau werden Baustoffen der regionalen Umgebung (Stroh, Lehm und Holz) genutzt und wir bauen mit Handwerkern aus der Region.  Während des Bauprozesses wird die Stroh-Lehm-Bauweise in Form von Workshops einem interessierten Publikum transparent gemacht und gelehrt, damit diese nachhaltige und ökologische Form des Bauens weiter verbreitet wird. Diese Workshops werden von den entsprechenden Fachverbänden begleitet.  

 

Der Architekt ist Lutz Dimter vom Naturbauhof in Prenzlau. Er arbeitet zusammen mit dem Baudesigner und Geomanten Gerhard Lichtner aus Stolzenhagen. Der Bauantrag ist genehmigt. Im Moment sind wir in der zweiten Planungsphase. Als Baurahmen in Form eines Holzständerwerk wird eine annähernd runde Konstruktion dienen, die genau an das Mass der Strohballen angepasst ist.

 

Strohballenhäuser haben eine alte Tradition. Im Sinne der Nachhaltigkeit, ist es uns wichtig, soweit es geht, regionale Ressourcen und Materialien zu nutzen. Das Stroh für unseren Neubau wird von Bauern aus der Umgebung geliefert. Die Bauausführung erfolgt von Handwerkern und Helfern aus der Region. Beim Bau ist ein großer Teil an Eigenleistung möglich.

 

Den aktuellen Stand unseres Vorhabens können Sie auf unserem Blog verfolgen. Hier geht es zum Blog über den Entstehungsprozess >>>

 

Und so soll unser Haus aussehen. Es ist rund und hat einen Durchmesser von 13m. Das Dach ist als Gründach angedacht.

Vorteile des Strohballenbaus

In Deutschland gibt es monmentan ca. 80 Häuser aus Stroh. Wir möchten mit unserem Bau ein weiteres Exempel statuieren für eine regionale, nachhaltige und ökologische Bauform in der Uckermark.

Die Verarbeitung von Stroh beim Bau hat verschiedene Vorteile:

  • Stroh hat eine stark wärmedämmende Eigenschaft und schafft in der üblichen Kombination mit Kalk- oder Lehmputz ein gutes Klima durch Feuchtigkeitsregulation. Bei einer Wandstärke von 40 bis 50 Zentimetern kann der Passivhausstandard erreicht werden.
  • Es schont die Umwelt, weil schon beim Wachstum des Getreides Kohlendioxid gebunden wird. Wenn es regional beschafft werden kann, erfordert es nur geringe Transportwege und es wird mit sehr geringem Energieaufwand weiter verarbeitet.
  • Stroh hat eine große Schimmelresistenz bei entsprechender Durchlüftung.
  • Das Stroh lässt sich nahezu beliebig verarbeiten. Dadurch sind unterschiedlichste Dämmstärken für die unterschiedlichen Anforderungen möglich.
  • Strohballen enthalten ausschließlich Stroh und die für den Zusammenhalt erforderlichen Bindeschnüre und keine weiteren Zusätze.
  • Am Ende ihrer Lebenszeit sind die Strohballen vollständig abbaubar. Das ist auch möglich, da sie ohne chemische Zusätze verbaut werden.
  • Stroh sorgt für ein gesundes und angenehmes Raumklima.

".... Im Anschluss daran vergleicht Dirk Scharmer die nicht erneuerbare Primärenergie bei der Herstellung von Dämmstoffen, Außenwänden, Gebäude und Bekleidungen mit einander verglichen. Es ist immer die Strohbauweise, die am besten abschneidet. Zum Schluss wird die Frage gestellt, wie schnell amortisiert es sich primärenergetisch, ein A+ Gebäude in Porenziegelbauweise auf Passivhausstandard zu bringen: Der Passivhausstandard amortisiert sich Klimaschut¬zmäßig nach ca. 145 Jahren, während ein vergleichbares Strohgebäude sich bereits nach 5 Jahren amortisiert! Es ist also nicht nur wichtig, dass man dämmt, sondern auch mit welchem Dämmstoff..." Zitat: https://www.facebook.com/FASBA-Fachverband-Strohballenbau-Deutschland-eV-370632726402534/

Entgegen aller Befürchtungen ist Stroh ein sehr feuerresistentes Baumaterial. In diesem Video können Sie eine Brandschutztest sehen:

 

Mit Stroh, Holz und Lehm lassen sich auf einfache Weise hochwärmegedämmte, gesunde und umweltfreundliche Wohnhäuser erstellen. Der Rohstoff kommt vom Acker nebenan. Die Bauweise ist nicht neu. Schon Ende des 19. Jahrhunderts haben Siedler in holzarmen Landstrichen Nebraskas Häuser aus Heuballen gebaut- lasttragend, ohne weitere Holzständer in den Wänden. Einige von ihnen sind heute noch bewohnt und in tadellosem Zustand. In der Zeit zwischen 1940 und 1980 geriet die Bauweise in Vergessenheit. Die Bauweise wurde Mitte der achtziger Jahre wieder entdeckt und gewinnt seit ca. 15 Jahren weltweit zunehmend an Bedeutung. Im Gegensatz zu den historischen Vorbildern werden hierzulande Holzständerkonstruktionen mit Strohballen ausgefacht. Der lasttragende Strohballenbau, bei dem die Ballen wie überdimensionale Mauerziegel Dach- und Deckenlasten tragen, befindet sich in Deutschland noch in der Entwicklung. Damit ließen sich Kosten, Zeit und Aufwand sparen und der Dämmwert verbessern.

Gesunde Häuser vom Acker nebenan
Die wesentlichen Bestandteile eines Strohballenhauses, Holz, Lehm und Getreidestroh enthalten keine Schadstoffe, sind nachwachsend, und in fast unbegrenzter Menge vorhanden. Lehm auf Wandoberflächen sorgt für ein angenehmes, gesundes Raumklima und optimalen Feuchteausgleich. Wenn die Baufamilie beim Einbau der Strohballen und beim Verputzen mit anfasst, lässt sich Wohnraum etwas kostengünstiger erstellen.

Bautechnische Eigenschaften
Das Feuchteverhalten von Strohballen in Außenbauteilen ist unproblematisch, wenn dampfdiffusionsgerechte Aufbauten gewählt und geeignete Außenbekleidungen verwendet werden, bzw. konstruktiver Schlagregenschutz vorgesehen wird. Die innere Putzschicht muss rissefrei und möglichst luftdicht hergestellt werden. Weder Nagetiere noch Ungeziefer noch Schimmel noch Wind und Wetter können fachgerecht eingesetzten Strohballen etwas anhaben. Strohballen besitzen eine sehr gute Dämmwirkung. Mit einer ballenstarken Wand von ca. 35 cm Dicke erreicht man schon Passivhausstandard. U-Werte von 0,17 bis 0,12 W/m2K sind möglich.

Baurechtliche Anerkennung in Deutschland

Strohballen sind in Deutschland seit 2006 als Dämmstoff bauaufsichtlich zugelassen. Für davon abweichende Anwendungen besteht zusätzlich die Möglichkeit für das Vorhaben eine Zustimmung im Einzelfall zu beantragen, was in der Regel ohne Probleme klappt. Die Verwendbarkeit als feuerhemmende Außenwand (F-30) wird in einem
allgemeinen bauaufsichtliche Prüfzeugniss geregelt.

 

Eine sonnenbeschienene unverkleidete Strohwand unter einem weiten Dachüberstand

 

 

Quelle oben: http://www.architekt-scharmer.de/bauen-mit-stroh.html

Kontakt:                                   

Catarina Skirecki                          Tel:        ++493026033838

Gubener Strasse 48                     Mobil:   ++491795196966

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